Von der Mikrofim-/Fotostelle zur Digitalisierungsstraße Klaus Kempf (Bayerische Staatsbibliothek München (BSB)) |
Die rasante technologische Entwicklung und die weltweiten Bestrebungen wichtiges Schrifttum ins Netz zu stellen (Stichwort: Google print) zwingen auch die deutschen Bibliotheken zu grundlegenden Neuüberlegungen im Bereich des sog. digitalen Bestandsaufbaus und der bisherigen Konservierungs- und Archivierungsbestrebungen. Die BSB hat sich entschlossen, die digitalisierte Version eines Dokuments als primäre Sekundärform einzuführen. Mit dieser Entscheidung ist eine umfassende und tiefgreifende personelle und organisatorisch-technische Restrukturierung (einschließlich des Workflowmanagements) und strategische Neuausrichtung des bisherigen Repro-/Bestandserhaltungs-Bereichs unerläßlich geworden. Die einschlägigen Erfahrungen der BSB können auch für andere Bibliotheken, die sich mit gleichgerichteten Überlegungen tragen hilfreich bzw. zu einer erweiterten Diskussion dieser grundlegenden Thematik beitragen. |