Positionierung einer Universitätsbibliothek durch Effektivität und Effizienz Barbara Knorn (UB Bielefeld) |
Die Universitätsbibliothek Bielefeld befindet sich seit August 2004 in einem um-fassenden Diskussionsprozess über ihre künftigen Dienstleistungen. Ausgangs-punkte dafür waren einerseits die weit allgemeineren, inhaltlichen Überlegungen zum Aufbau eines Leistungszentrums für Forschungsinformation (DFG-Förder-initiative) an der Universität Bielefeld, mit denen hier prinzipiell alle Informations-, Kommunikations- und Medieneinrichtungen (IKM) in Frage gestellt wurden, andererseits die weit profaneren, neuen Sichten auf die Bibliothek durch den Globalhaushalt und die Budgetierung nebst Kosten- und Leistungsrechnung, durch die zumindest die bisherigen Ressourcen auf dem Prüfstand stehen. Daneben müssen auch noch die im Rahmen des DFG-Projektes „ProSeBiCa“ mittels einer Conjoint-Analyse ermittelten Benutzerpräferenzen künftiger Bibliotheksdienste berücksichtigt werden.
Der bei dieser Ausgangslage notwendige Nachweis, dass die Universitätsbibliothek Bielefeld auch künftig das Richtige richtig macht, d.h. dass sie effektiv und effizient arbeitet, sollte nach Möglichkeit nicht nur von der Direktion in diversen Gremien vorgetragen, sondern auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitgetragen werden, ja am besten zu einer weiteren Verstärkung der Dienstleistungsorientie-rung der Bibliothek führen. Daher wurde eine umfassende Diskussion in der Beleg-schaft initiiert, die durch regelmäßig abgehaltene Mitarbeiterversammlungen, fach-liche Arbeitsgruppen und einer begleitenden Steuerungsgruppe unter Beteiligung beider Personalräte strukturiert wurde und die eine breite Resonanz hervorgerufen hat.
In einer ersten Phase wurde unter dem Blickwinkel der Effektivität ein qualifizierter endnutzerorientierter Dienstleistungskatalog erstellt, in einer zweiten Phase werden mit Blick auf die Effizienz Geschäftsgänge analysiert sowie die für Verbesserungen notwendigen Organisationsveränderungen vorbereitet. Diese Diskussionsphase wird voraussichtlich zu einer nochmaligen Modifizierung des Leistungskatalogs führen, in der dann auch Leistungsindikatoren benannt werden sollen, die Grundlage für Ziel-vereinbarungen über Dienste und Ressourcen sein können. |